09.28.08

fyi – Lesesaal-Bestände nur eingeschränkt benutzbar

Veröffentlicht in Uni tagged um 10:14 von studentenmanagement

Aufgrund der Sanierung des alten Lesesaals stehen große Teile des Präsenzbestandes des Lesesaals für die unmittelbare Benutzung leider nicht zur Verfügung. Nur besonders häufig genutzte Literatur aus den Bereichen OEK und JUR konnte im neuen Lesesaal aufgestellt werden, die restlichen Lesesaal-Bestände befinden sich in internen Magazinbereichen und werden nur auf Anforderung bereitgestellt. Bitte versuchen Sie, soweit möglich auf die Bestände in Institutsbibliotheken zurückzugreifen. Wenn Sie dennoch Lesesaal-Bestände benötigen, können Sie diese über Bestellzettel im Lesesaal bestellen; die Bereitstellung erfolgt in der Regel zum nächsten Werktag (Mo-Fr). (Quelle: ULB)

Wann die Arbeiten fertig sind, schreiben sie nicht, warum nicht in der vorlesungsfreihen Zeit gearbeitet wird, sagt auch keiner, aber es steckt sicher ein Masterplan dahinter ;-)

09.09.08

Jura-Wirrwarr

Veröffentlicht in Uni tagged um 5:02 von studentenmanagement

Also manchmal kann man die Uni-Verantwortlichen nicht verstehen, oder? Mit der Einführung der Studiengebühren haben sich eigentlich alle abgefunden (bis auf einen Haufen Gallier der AStA) und man sollte meinen, dass wir Studenten/innen dafür an anderen Ecken sparen können, was aber zum Beispiel im Fachbereich Jura nur kurz der Fall war.

„Der Klausurenkurs der Universität Münster ist eine essentielle Vorraussetzung für das erfolgreiche Staatsexamen“ – so schreibt es die Fachschaft und denen will ich mal glauben – ein guter Grund, dass da alle mitmachen. Die Klausuren, die in diesen Kursen geschrieben werden kann man sich korrigiern lassen, was Sinn macht, man will ja wissen wo man steht. Früher war es immer so, dass man pro Klausur 5,- € für die Korrektur berappen musste. Dann kamen die Studiengebühren und im WS 07/08 wurden der Kurs kostenfrei angeboten. Das war aber nur ein kurzes Intermezzo, denn im SS 08 soll man schön wieder für jede Klausur bezahlen.

Die Fachschaft schreibt dazu weiter:

„Die  erneute Einführung des Wertmarkensystems für den Klausurenkurs, so dass jeder Teilnehmer die Korrektur seiner Klausur in Höhe von 5 € aus eigener Tasche bezahlen muss ist skandalös!“

Na ja, ist schon echt dumm, was die Uni da anstellt, aber das sind doch alles angehende Juristen, die sollten doch Mittel und Wege finden um sich gegen die Gebühren zu wehren.

Die Fachschaft Jura fordert einen kostenlosen Klausurenkurs!

Nur durch einen kostenlosen Klausurenkurs kann jedem die Teilnahme ermöglicht  werden. Wir unterstützen den studentischen Protest.

Na wenn die Fachschaft das so wehement fordert…aber offensichltich ist hinter den Kulissen noch ein bisschen mehr passiert als Beleidigt zu sein und auf den Boden zu stapfen ;-) denn wie der Jurablog schreibt:

„Interne Quellen berichten nun, dass die Klausurenkurse ab dem kommenden Wintersemester 2008/2009 wieder kostenlos sein werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Informationen bewahrheiten.“

09.04.08

Wichtiges vom AStA der FH Münster

Veröffentlicht in wichtiges tagged um 9:07 von studentenmanagement

Weder bin ich Journalist noch studiere ich an der FH, aber was ich im Blog der AStA der FH Münster gelesen habe will ich niemandem vorenthalten:

Ein unglaublicher Skandal! Disziplinarverfahren gegen Professor Heinz Gess

Eine Stellungnahme von Clemens Heni und Peter Bierl:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,

Wir wenden uns an Euch mit der Bitte um Hilfe und Solidarität wegen eines Disziplinarverfahrens, das die Rektorin der Fachhochschule Bielefeld, Professor Dr. Beate Rennen-Allhoff, Anfang Juni gegen Professor Heinz Gess eingeleitet hat. Vorgeworfen wird Gess, seine Pflichten als Beamter verletzt zu haben. Er habe dem Ansehen der Behörde geschadet und insbesondere gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen.

Es geht um einen Artikel, den wir beide verfasst haben, und den Heinz Gess auf der
von ihm betrieben Homepage kritiknetz.de unter dem Titel “Grün-braune Liebe zur
Natur: Die NSDAP als “grüne Partei” und die Lücken der Naturschutzforschung”
veröffentlicht hat.

Das Disziplinarverfahren bezieht sich auf eine Nachbemerkung von Gess. Er verweist
darin auf die Tatsache, dass Werner Haverbeck (1909-1999, Abb. rechts mit strammem
Hitlergruß) ab 1972 mehrere Jahre lang an der FH Bielefeld als Professor für
Sozialwissenschaft wirken konnte. Haverbeck war Mitglied der NSDAP-Reichsleitung,
des NS-Studentenbundes und der SA sowie Leiter des NS-Reichsbundes für Volkstum und
Heimat. In der Bundesrepublik war Haverbeck von 1974 bis 1982 Präsident des
rechtslastigen Umweltverbandes “Weltbund zum Schutz des Lebens” und Mitunterzeichner
des so genannten Heidelberger Manifestes von 1981, in dem die Forderung “Ausländer
raus” pseudoökologisch verbrämt erhoben wurde. Haverbeck war Mitbegründer des so
genannten Collegium Humanum in Vlotho in Niedersachsen, einer rechtsextremen
Tagungsstätte, wo sich unter anderem 1984 das “Komitee zur Vorbereitung der
Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Führers” (KAH) traf. Die Einleitung des
Disziplinarverfahrens begründet Rektorin Rennen-Allhoff mit folgender Passage des

Textes von Gess: “Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang noch, dass der Werner Haverbeck an der FH
Bielefeld ungeachtet seiner Nazi-Karriere und neofaschistischen Aktivitäten
ungestört seinen ideologischen und politischen Geschäften nachgehen und seine
verdorbenen Früchte als “Professor für Sozialwissenschaft” unter die Studierenden
bringen konnte, ohne je dafür an der FH in die Kritik zu geraten und ohne dass das
Rektorat der FH es je für nötig gehalten hätte; sich von seinem Tun oder seinen
Schriften zu distanzieren, dass aber dasselbe Rektorat (nicht in persona) und dessen
Personalabteilungsleiter es für dringlich hält, sich von dem Herausgeber dieser
Seite und der “Internetzeitschrift für kritische Theorie der Gesellschaft” das
Kritiknetz, ausdrücklich zu distanzieren.”

Gess habe seine Dienstpflichten verletzt, weil er damit Maßnahmen der Verwaltung
öffentlich kritisiert habe, urteilt die FH-Rektorin. Wir halten es für einen
Skandal, dass jemand mit einem Disziplinarverfahren überzogen werden soll, der
darauf hinweist, dass ein ehemaliger hochrangiger NSDAP-Funktionär und in der
Bundesrepublik prominenter Nazi-Aktivist an der FH Bielefeld Karriere machen konnte.
Damit soll ein Wissenschaftler mundtot gemacht werden, der einen solchen Vorgang
öffentlich benennt.

Verschwiegenheitspflicht kann nicht heißen, die Einstellung eines alten Nazis zu
vertuschen und das nach über 30 Jahren. Pikant ist, dass einen Monat zuvor, Anfang
Mai 2008, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) das von Haverbeck gegründete
Collegium Humanum wegen rechtsextremer Umtriebe verboten hat.

Wir fordern die sofortige Einstellung des Disziplinarverfahrens gegen Heinz Gess und
eine Entschuldigung der Rektorin. Wir fordern, die einschlägigen Archive zu öffnen
und von unabhängigen Historikern klären zu lassen, wie es möglich war, dass
Haverbeck an der FH Bielefeld Dozent werden konnte. Wir verlangen – sofern aufgrund
des zeitlichen Abstandes noch möglich – diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die
Haverbeck gedeckt und seine Karriere ermöglicht haben.

Wir bitten Euch, diesen Vorgang publik zu machen, dieses Schreiben
weiterzuverbreiten, sowie beim Wissenschaftsministerium des Landes
Nordrhein-Westfalen gegen das Disziplinarverfahren gegen Heinz Gess zu protestieren.
Wir haben dafür einen Musterbrief verfasst, den Ihr benutzen könnt. Solltet Ihr
einen solchen Brief schicken, bitte gebt uns Rückmeldung.

Die Journalisten unter Euch bitten wir, über diesen Vorfall in ihren Medien zu
berichten. Für Rückfragen stehen wir zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Clemens Heni und Peter Bierl

 

Hier geht’s zum Blog.

09.03.08

Münster im Bund auf dem zweiten Platz

Veröffentlicht in Uni tagged um 8:57 von studentenmanagement

Jetzt ist es amtlich: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Universität Münster bei der Zahl der Absolventen im Vergleich der deutschen Hochschulen 2007 erneut gesteigert. Mit 5.510 erfolgreichen Prüflingen landete sie bundesweit auf Platz zwei direkt hinter der Universität München, in NRW steht sie auf dem ersten Platz.

Noch nie haben in Münster so viele Studierende ihr Studium abgeschlossen wie im Wintersemester 2006/2007 und im Sommersemester 2007. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr liegt bei 11,8 Prozent. Auch bei den Promotionen konnte die WWU sich steigern. Sie liegt bundesweit auf Rang vier und verbesserte sich damit um zwei Plätze. In Nordrhein Westfalen schaffte sie auch hier den ersten Platz.

Die Absolventenquote, also die Zahl der erfolgreichen Prüfungen im Vergleich zur Gesamtzahl der Studierenden, war an der WWU im Vergleich immer gut. Die starke Steigerung der Abgängerzahlen im Prüfungsjahr 2007 erklärt sich aber zumindest teilweise aus der allmählich steigenden Zahl der Bachelor-Abgänger von 157 auf 331 und dadurch, dass die Studierenden in den auslaufenden Studiengängen mit den Abschlüssen Diplom, Staatsexamen und Magister offensichtlich bemüht sind, ihr Studium möglichst bald abzuschließen.

Ach was bin ich stolz auf die Uni Münster. Nur wer hat den den Text verfasst? Die Uni ist im Bundesvergleich auf Platz 2 hinter München und was NRW angeht auf Platz 1. Ja sowas. Vielleicht liegt es daran, dass ich Mathe studiere oder in der Schule Erdkunde Leistungskurs hatte, aber ist nicht jedem, der es auch nur erwägt zur Uni zu gehen, klar, dass Münster nicht in Bayern und München nicht in NRW liegt?!?

 

P.S. Dieser Artikel erscheint auch auf www.studentenmanagement.de