10.16.08

Nun auch Kalisch-Studenten bedroht

Veröffentlicht in Uni, wichtiges tagged um 11:27 von studentenmanagement

Ein bisschen hab ich das wohl mitbekommen, aber dass das nun schon solche Ausmaße annimmt hätte ich nicht erwartet. Aber so scheint das heutzutage zu sein, wenn es um Religion geht – leider!

Die Universität gilt seit langer Zeit als Hort der Wissenschaft und feiert daher auch ihre Erfolge. Sie gilt aber auch als Ort der Unruhe, manchmal schöpferischer, manchmal zerstörerischer Natur. Nicht umsonst zittern autoritäre Systeme, wenn es an den Unis brennt. Ganz umgekehrt nun in Münster. Dort zittern jetzt engagierte Studenten vor einem autoritären System, das seine Fangarme unerbittlich auch in die bisherige Bastion gedanklicher Freiheit ausbreitet.

Studentische Proteste dagegen, dass Prof. Sven Muhammad Kalisch (Foto oben) die Ausbildung von Islam-Lehrern an der Universität Münster entzo­gen wurde, kommen nun doch nicht zustande. Studenten in­formierten darüber, dass sie in Internet-Foren massiv be­schimpft wur­den und sich be­droht fühlen, wie der WDR be­richtet. Am Zentrum für religiöse Studien wurden die Sicher­heitsvorkeh­rungen verschärft, das Insti­tutsschild wurde abge­schraubt (PI berichtete mehrfach). Prof. Kalisch hatte Zweifel geäußert, ob es den Propheten Mohammed über­haupt gegeben habe. Daraufhin hatten Moslem-Verbände quasi zum Boykott Kalischs und sei­ner Lehrveranstaltungen aufge­rufen. Kalisch selbst fürchtet inzwischen offenbar um sein Leben, wie er unlängst in einem Zeitungsinterview durchblicken ließ.

Dem Fall liegt die Frage zugrunde, ob Islam- und Koran­forschung wissenschaftlich, d.h. gemäß der kritischen Methode, durchgeführt werden darf, was Prof. Kalisch bejaht. Aus der linksgrünalternativen Ecke, ansonsten stets Wortführer bei tatsächlichem oder gefühltem Unrecht, hört man bislang nur grelles Schweigen. Offenbar bedeutet “Multikulti” auch, dem Islam nicht nur – staatlich subventionierten – “wissenschaftlichen” Status zuzuerkennen, sondern eben auch “multi”-wissenschaftliche Standards zu setzen, die zugewanderten (um nicht zu sagen eingebrochenen) Ideologien erlaubt, nach eigenem Belieben zu bestimmen, was Gegenstand der wissenschaftlichen Arbeit zu sein hat und was nicht.

Mitten in Deutschland. Im Jahre 2008.

(Gastbeitrag von Andreas Frank)

Dieser Artikel (samt Kommentaren) und viele andere lesenswerte findet ihr auf der Seite Politically Incorrect.

10.15.08

Laßt Sie doch denken!

Veröffentlicht in Uni um 9:05 von studentenmanagement

Kriegen eigentlich immer nur ein paar der Studenten/innen Rundmails wie die Folgende? Nicht, dass ich der klassische Museumsgänger wäre, aber vielleicht will ich mit so einer Aktion mal bei irgendwem Eindruck schinden. Damit das ab jetzt jeder kann hier das wichtigste aus der eMail:

Liebe Studentinnen und Studenten,

wußten Sie, dass Frauen in Preußen und damit auch an unserer Universität vor genau  100 Jahren das Studium erlaubt wurde? Wußten Sie, dass es Überlegungen gab, Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg das Studium wieder zu verbieten? Wußten Sie, dass es heute mehr Studentinnen als Studenten an unserer Universität gibt?

Diese und viele weitere Informationen bietet die Ausstellung

„Laßt Sie doch denken! 100 Jahre Studium für Frauen an der Universität Münster“,

die vom 21. Oktober 2008 bis zum 18. Januar 2009 im Stadtmuseum Münster, Salzstr.  28, zu sehen ist.

Die Ausstellung wurde von jüngeren und älteren Studentinnen der Universität Münster erarbeitet und von Studentinnen der Fachhochschule Münster konzipiert. Weitere Informationen zur Ausstellung, zu den Öffnungszeiten des Museums und zum Begleitprogramm finden Sie unter http://www.uni-muenster.de/archiv.

Der Eintritt ist kostenlos!

10.13.08

Zahl der Studienanfänger nimmt zu

Veröffentlicht in Uni tagged um 9:25 von studentenmanagement

Da wir hier in MS im Vergleich zum Rest von NRW recht niedrige Studiengebühren haben, kommen auch viele Erstis gerne her. Hier die offizielle Pressemitteilung der Uni:

Mit 4.020 Studienanfängern startete die Westfälische Wilhelms-Universität am Montag, 13. Oktober 2008, in die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2008/2009. Im Vergleich zum letzten Wintersemester 2007/2008, als sich 3.717 Erstsemester eingeschrieben hatten, erhöhte sich die Zahl der Studienanfänger (erstes Hochschulsemester) damit um rund acht Prozent. Nahezu gleich geblieben ist an der WWU Münster die Gesamtzahl der Studierenden (ohne Gasthörer, Studienkollegiaten, Sprachkursteilnehmer und Beurlaubte) mit rund 36.500.

Nach Angaben der Universität handelt es dabei um geschätzte vorläufige Zahlen, die sich durch noch laufende Nachrück- und Losverfahren sowie Exmatrikulationen in den kommenden Wochen noch verändern können. Endgültige Daten liefert erst die amtliche Hochschulstatistik, die Anfang Dezember veröffentlicht wird.

Nachdem an der Universität Münster inzwischen nahezu alle Studiengänge zulassungsbeschränkt sind und die angehenden Studierenden die Möglichkeit von Mehrfachbewerbungen für verschiedene Studiengänge oder Hochschulen intensiv nutzen, kann das örtliche Zulassungsverfahren nicht mehr rechtzeitig vor dem Beginn der Vorlesungszeit abgeschlossen werden. Von zugelassenen Bewerbern im Hauptverfahren nicht angenommene Studienplätze müssen in Nachrückverfahren und eventuell einem abschließenden Losverfahren auch nach dem Beginn der Vorlesungszeit erneut vergeben werden.

Für Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles ist dies ein „unhaltbarer Zustand sowohl für die Studienanfänger als auch für die Universität“. Die Erstsemester verpassten so wichtige Orientierungs- und Einführungsangebote der Fächer und Fachschaften zum Semesterstart, die Universität vermisse wegen der Mehrfachbewerbungen und des nicht vorhersehbaren Annahmeverhaltens der Studienanfänger die Planungssicherheit. Hilfe verspricht sich die Rektorin unter anderem auch von der ehemaligen ZVS in Dortmund, die als Serviceagentur im Auftrag der Hochschulen das Zulassungsverfahren zentral koordinieren und damit beschleunigen könnte. Voraussetzung sei allerdings, dass sich zumindest alle großen Hochschulen an diesem Verfahren beteiligen.

Und nicht vergessen: Alle schön bei studentenmanagement.de anmelden und sofort Kontakte knüpfen.